Die integrative Kurzzeitpflege

Wenn der Pflegebedürftige durch häusliche Pflege, teilstationäre Pflege oder Ersatzpflege vorübergehend nicht versorgt werden kann, steht ihm die integrative Kurzzeitpflege in unseren Einrichtungen zur Verfügung.

Typische Situationen dafür sind:

  • Eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Krankenhausbehandlung, wenn noch keine Pflegeperson gefunden werden konnte
  • eine „Krisensituation“, die nicht überbrückt werden kann, wie zum Beispiel ein plötzlicher Ausfall der Pflegeperson im häuslichen Umfeld
  • die Situation, dass sich die Pflegebedürftigkeit kurzfristig verschlimmert

Welche Kosten trägt die Pflegekasse?

Ihre Pflegekasse übernimmt die Kosten für pflegebedingte Aufwendungen, für soziale Betreuung und die Behandlungspflege in Höhe der Vergütung, die dafür seitens der Pflegekassen mit der Einrichtung vertraglich vereinbart wurde.

Die Leistungen sind allerdings sowohl in der Höhe, als auch in der Dauer gesetzlich begrenzt. Der Anspruch auf Kurzeitpflege pro Kalenderjahr besteht für längstens vier Wochen (28 Kalendertage) und bis zum Gesamtbetrag von 1612,00 €.

Wie werden pflegende Angehörige entlastet?

Im Rahmen einer sogenannten Verhinderungspflege kann die Pflegekasse eine notwendige Ersatzpflege bezahlen, wenn pflegende Angehörige wegen Urlaub oder bspw. wegen Krankheit die Pflege nicht weiterführen können. Dieser Anspruch besteht für längstens vier Wochen im Jahr. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist, dass die Pflegeperson mindestens sechs Monate (Vorpflegezeit) übernommen hat. Zudem werden künftig für die Dauer des Erholungsurlaubs der Pflegeperson von der Pflegekasse die Rentenversicherungsbeiträge für die Pflegeperson weitergezahlt. Dadurch bleibt der Rentenanspruch für die Zeit des Urlaubs ungeschmälert.

Auch der sogenannten Verhinderungspflege übernimmt die Pflegekasse die Kosten für bis zu vier Wochen in Höhe eines Gesamtbetrages von 1612,00 €.

Werden Leistungen der Pflegekasse gewährt und besteht zudem kein Anspruch auf Leistungen der Kriegsopferfürsorge, werden auf Antrag beim zuständigen örtlichen Sozialhilfeträger der bewohnerorientierte Aufwendungszuschuss für Investitionskosten von Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen gemäß § 11 Landespflegegesetz übernommen.

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Haben Sie Fragen zur Kurzzeitpflege?

Sollten Sie Fragen oder weitere Informationen zur Kurzzeitpflege benötigen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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