Die Ausbreitung des Virus einzudämmen ist sinnvoll:

  • weil Infizierte sterben können.
  • weil nach schweren, überstandenen Erkrankungen möglicherweise langfristige Spätfolgen drohen. Zumindest wird von diesen bei Sars – ebenfalls ein Coronavirus mit sehr ähnlichen Symptomen – berichtet. Man spricht hier vom „Post-Sars-Syndrom“. Es kann zur kompletten Arbeitsunfähigkeit führen. Dokumentiert sind unter anderem das Absterben von Knochengewebe, schwere Vernarbungen in der Lunge sowie posttraumatische Stressbelastungen.
  • weil auf diese Weise massive wirtschaftliche und soziale Konsequenzen infolge von Schulschließungen, Arbeitsabwesenheit, Produktionsausfällen etc. minimiert werden können.
  • weil so einer Überlastung des Gesundheitssystems vorgebeugt wird. Damit ist es wahrscheinlicher, dass für die, die doch erkranken, eine Versorgung etwa per Beatmungsgerät, aber auch mit ausreichend Fürsorge durch Personal, garantiert werden kann.

Ob die Epidemie zumindest einigermaßen eingedämmt werden kann, wird von vielen Faktoren abhängen. Dazu gehört, ob sich große Teile der Bevölkerung an die Ratschläge und Vorgaben zur Infektionsvorbeugung halten oder nicht, wie effektiv die Schließung von Gemeinschafts-, Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen sowie Geschäften sein wird; ob Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen zum gewünschten Erfolg führen und wie früh es im Durchschnitt gelingt, infektiöse Personen zu isolieren. Auch Mutationen des Erregers können bedeutsam sein – auch in wünschenswerter Weise. So gibt es immer wieder Beispiele, dass das Ende einer Epidemie eindeutig mit einer verringerten Virulenz des Erregers verknüpft ist.