Corona – Fragen & Antworten

Liebe Angehörige, liebe Betreuer, liebe Besucher,

an dieser Stelle beantworten wir Ihre wichtigsten Fragen zum Umgang mit dem Corona-Virus (COVID-19) in unseren Einrichtungen. Bitte informieren Sie sich regelmäßig über den aktuellen Stand. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen der Einrichtungen oder an unser Leitungsteam des ambulanten Dienstes oder der Tagespflege.

Wir möchten uns dafür bedanken, dass wir in dieser schweren Zeit zusammenstehen und diese Herausforderung gemeinsam meistern. Danke auch für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe und Kooperationsbereitschaft in den letzten Wochen.

Der derzeit als „das Coronavirus“ bezeichnete Erreger heißt offiziell Sars-CoV-2. Er ist höchstwahrscheinlich von Tieren auf den Menschen übergegangen. Soweit bekannt, geschah dies über auf einem Markt im chinesischen Wuhan gehandelte lebende Tiere. Man geht derzeit davon aus, dass Fledermäuse der natürliche Wirt sind und der Erreger über einen anderen tierischen Zwischenwirt in Menschen gelangt ist. Als Sars-CoV-2 wird der Erreger bezeichnet, weil er dem Sars-Erreger von 2002/03 sehr ähnlich ist, also von Experten als eine Variante dieses Virus eingestuft wird. „CoV“ steht für „Corona-Virus“. Die „2“ bedeutet, dass es das zweite bekannte Sars-Virus ist. Die Krankheit, die von dem Virus Sars-CoV-2 ausgelöst wird, heißt offiziell Covid-19 (Coronavirus Disease 2019).

Wie bei anderen Erregern von Erkrankungen des Mund-Nase-Rachen-Lunge-Raumes sind sowohl Schmierinfektionen als auch Tröpfcheninfektionen möglich. Die deutlich wichtigere Rolle scheint die Tröpfcheninfektion zu spielen. Dabei werden Viren, die sich in zum Beispiel beim Niesen oder Husten in die Luft geratenen winzigen Flüssigkeitströpfchen befinden, mit der Atemluft aufgenommen. Sie besiedeln dann meist zunächst den Mund-Rachenraum. Aber auch schon beim Sprechen sind Übertragungen denkbar, wenn man sich nah an der sprechenden Person befindet. Übertragungen sind auch per Schmierinfektion möglich. Sie erfolgt, wenn kontaminierte Personen oder Oberflächen etwa mit der Hand berührt werden und diese Hand dann an die Nase, den Mund oder in die Augen geführt wird. Auf diese Weise gelangen die Viren an die Schleimhäute.

Die Symptome ähneln denen einer Erkältung, also etwa Kratzen im Hals und erhöhte Temperatur, allgemeines Unwohlsein und damit in Kombination Müdigkeit. Sehr oft berichten Infizierte von zunächst Fieber und dann trockenem Husten als ersten Beschwerden. Das Robert-Koch-Institut wertet die Symptome der Erkrankungsfälle in Deutschland fortlaufend aus: Danach sind Husten, Fieber und Schnupfen die drei häufigsten Begleiter der Erkrankung. Auch der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns scheint häufig aufzutreten, ist aber auch bei anderen Atemwegsinfektionen nicht selten. Zum Teil treten Durchfälle auf.

Es gibt auch Meldungen über Fälle, bei denen Betroffenen völlig untypische Symptome hatten und der Befund eher durch Zufall erstellt wurde. Die Erkrankung in der Frühphase sicher zu diagnostizieren ist ohne Labortests selbst für erfahrene Ärzte fast unmöglich.

Bei schweren Verläufen, bei denen sich die Viren massiv in der Lunge vermehren können, tritt etwa ab der zweiten Krankheitswoche Atemnot auf.

Seit dem 10.05.2020 sind Besuche unter strengen Hygieneauflagen im Außenbereich gestattet. Beginnend ab dem 01.07.2020 sind auch wieder Besuche in den Einrichtungen auf dem Bewohnerzimmer  möglich. Spaziergänge sind jederzeit ohne vorherige Anmeldung erlaubt.

Unsere Tagespflege am Stadtgarten hat seit dem 08.06.2020 unter Einhaltung notwendigen Schutzverkehrungen wieder für  Kunden geöffnet. Jeder Gast der Tagespflege wird in einem Nutzerregister erfasst und es wird jeden Tag ein Screening auf mögliche Krankheitssymptome und Kontakt zu COVID-19 positiven Personen durchgeführt. Die Gäste müssen untereinander mindestens 1,5 Meter Abstand einhalten und sich an die geltenden Hygienerichtlinien halten. Die Kunden werden über Aushänge in der Tagespflege über die geltenden Bestimmungen informiert.

Unser Ambulanter Dienst ist wie gewohnt für Sie erreichbar.

Die Ausbreitung des Virus einzudämmen ist sinnvoll:

  • weil Infizierte sterben können.
  • weil nach schweren, überstandenen Erkrankungen möglicherweise langfristige Spätfolgen drohen. Zumindest wird von diesen bei Sars – ebenfalls ein Coronavirus mit sehr ähnlichen Symptomen – berichtet. Man spricht hier vom „Post-Sars-Syndrom“. Es kann zur kompletten Arbeitsunfähigkeit führen. Dokumentiert sind unter anderem das Absterben von Knochengewebe, schwere Vernarbungen in der Lunge sowie posttraumatische Stressbelastungen.
  • weil auf diese Weise massive wirtschaftliche und soziale Konsequenzen infolge von Schulschließungen, Arbeitsabwesenheit, Produktionsausfällen etc. minimiert werden können.
  • weil so einer Überlastung des Gesundheitssystems vorgebeugt wird. Damit ist es wahrscheinlicher, dass für die, die doch erkranken, eine Versorgung etwa per Beatmungsgerät, aber auch mit ausreichend Fürsorge durch Personal, garantiert werden kann.

Ob die Epidemie zumindest einigermaßen eingedämmt werden kann, wird von vielen Faktoren abhängen. Dazu gehört, ob sich große Teile der Bevölkerung an die Ratschläge und Vorgaben zur Infektionsvorbeugung halten oder nicht, wie effektiv die Schließung von Gemeinschafts-, Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen sowie Geschäften sein wird; ob Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen zum gewünschten Erfolg führen und wie früh es im Durchschnitt gelingt, infektiöse Personen zu isolieren. Auch Mutationen des Erregers können bedeutsam sein – auch in wünschenswerter Weise. So gibt es immer wieder Beispiele, dass das Ende einer Epidemie eindeutig mit einer verringerten Virulenz des Erregers verknüpft ist.

Besuche sind vorerst zu Beginn unter folgenden Schutzmaßnahmen möglich:

  • Besuche sind täglich von 10.00-17.00 Uhr möglich. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht notwendig.
  • Die Besuche sind zeitlich nicht begrenzt
  • Maximal 2 getrennte Besuche pro Tag pro Bewohner mit maximal 2 Besucher pro Bewohner
  • Die Besuche finden ausschließlich auf dem Bewohnerzimemr statt. Aufenthalte in den Gemeinschaftsbereichen ist nicht gestattet.
  • Ausnahmeregelungen sind nur im Einzelfall nach vorheriger Absprache möglich, zum Beispiel in einer palliativen Situation
  • Jeder Besucher klingelt vor dem betreten der Einrichtung, es wird ein Screening inklsuive Temperaturkontrolle durchgeführt und jeder Besucher trägt sich in die ausliegende Besucherliste ein und wird in die Hygienemaßnahmen unterwiesen
  • Besucher mit positivem Corona Testergebnis, Kontaktpersonen oder Besucher mit Krankheitssymptomen dürfen Bewohner nicht besuchen.

Ja, bei einem Besuch muss ein selbstmitgebrachter Mund- und Nasenschutz von den Besuchern verpflichtend getragen werden, der Mund und Nase vollständig bedeckt. Bitte entschuldigen Sie, dass wir Ihnen keinen unserer Mundschutz zu Verfügung stellen können. Den Bewohnern wird auf Wunsch ein Mundschutz von uns zu Verfügung gestellt. Aufgrund diverser Vorerkrankungen ist das Tragen eines Mundschutzes für die Bewohner jedoch nicht verpflichtend.

Professionell hergestellte OP-Masken (Mund-Nase-Masken) senken durch ihre Filtereigenschaften in Gegenwart von Infizierten das Übertragungsrisiko für die tragende Person, wenn sie richtig – also enganliegend – getragen werden. Vollständigen Schutz bieten sie nicht.

Aber: Die Masken senken durch ihre Filtereigenschaften massiv das Übertragungsrisiko für andere, wenn sie von Infizierten getragen werden. Dafür sind sie auch ursprünglich konzipiert. Sie sollen im Krankenhaus, und speziell im OP-Saal, Patienten vor Keimen des Pflegepersonals und der Ärzte schützen.

Daher tragen aktuell auch unsere Mitarbeiter extra angefertigte wiederverwendbare Mundschutze und auch die Besucher müssen zum Schutz der Bewohner und Mitarbeiter einen Mundschutz tragen. Bitte haben Sie verständnis dafür, dass wir Ihnen aufgrund der aktuellen Ressorucen keine Mudnschutze zu Verfügung stellen können.

Auf den Internetseiten mit den Corona-Empfehlungen des RKI heißt es nun, eine solche einfache Schutzmaske könne das Risiko verringern, „eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken“. Jenseits der Filtereigenschaften gelten die Masken indirekt als ausgesprochen effektiver Schutz, weil sie verhindern, dass Trägerin oder Träger mit möglicherweise kontaminierten Händen Nase und Mund berühren. Wird zusätzlich noch vermieden, sich in die Augen zu fassen, sinkt nach Expertenmeinung das Risiko einer Schmierinfektion auf annähernd Null. Kritiker hingegen warnen, die Masken könnten psychologisch ein zu starkes Schutzgefühl suggerieren und Träger dazu verleiten, andere wichtige Hygieneregeln oder das Abstandhalten zu vernachlässigen.

Neben den Besuchen besteht die Möglichkeit die Bewohner telefonisch zu erreichen. Sie können die Bewohner telefonisch auf dem Zimmer oder alternativ über das Diensttelefon der Wohnbereiche erreichen. Die Telefonnummer finden Sie auf unserer Homepage. Zusätzlich leiten wir gerne jederzeit Post an die Bewohner weiter. Weiterhin bieten wir Ihnen die Möglichkeit über Skype oder Facetime Videoanrufe mit Ihrem Angehörigen durchzuführen. Hierfür steht ein Tablet in der Einrichtung zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der Einrichtungsleitung.

Das Gesetz sieht vor, dass jeder Bewohner, der als Neuafnahme in unsere Einrichtung kommt oder aus dem Krankenhaus zurück in die Einrichtung kommt einen negativen Corona Test schriftlich vorweisen muss. Dieser wird entweder durch das Krankenhaus ausgestellt oder durch den Hausarzt.

Bewohner, die bereits infiziert sind oder bei denen eine Erkrankung mit dem Corona-Virus nicht ausgeschlossen werden kann, sind isoliert von anderen Bewohnern unterzubringen, zu pflegen, zu betreuen und zu versorgen. Die Unterbringung im Einzelzimmer reicht dazu aus. Die Isolierung ist auf das zwingend erforderliche Maß zu beschränken.

Notwendige externe Arztbehandlungen und Krankenhausbehandlungen werden in jedem Fall weiter gewährleistet.  Für den Transport zum Arzt stellen wir dem Bewohner die notwendige Schutzausrüstung zu Verfügung und stehen in enger Kooperation mit den Transportunternehmen und den Rettungsdiensten.

Gerne stehen Ihnen die Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen in den Einrichtungen gerne für Fragen zu Verfügung. Darüber hinaus können Sie die auf folgenden Seiten über aktuelle Gesetze und Richtlinien informieren.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

https://www.land.nrw/corona

https://www.mags.nrw/coronavirus